Bericht vom
Symposium der Tinnitus-Klinik in Bad Arolsen 9/2001
Von mir (F. Oertel) veröffentlicht im Internet-Forum der DTL - Symposium in Arolsen 22./23.9.2001: - Noiser - LLL-Therapie mit Softlaser und der - SMT (Sauerstoffmehrschritttherapie).
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| Arolser
Symposium
22./23.9.2001:
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Vorträge: Nun ein sehr kurzes Fazit zum heutigen Stande der Medizin bezgl. chron.
Tinnitus: Die Kliniken würden zwar von allen möglichen
Herstellern umworben, die für teures Geld alle möglichen Geräte anböten,
aber eine testweise Überlassung oder eine vernünftige Untersuchung
(nicht nur herstellereigene Berichte über einige, wenige,
ausgesuchte(!) Patienten, die natürlich alle tolle Heilergebnisse
haben....) würde meist abgelehnt.
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| Noiser
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Seitenanfang Hierzu wurde hier (gemeint ist das DTL-Forum) eigentlich schon genug geschrieben. Mein Eindruck: Ich benutze die kleinen Sanus-Rauscher (Bohne in der Ohrfalte) auch beim Einschlafen, wenn der Tinni wieder mal heftig pfeift. Das kleine, bohnenförmige Gerät drückt nicht, stört dann Nicht-Alleinschläfer weniger als ein Rauschgerät auf dem Nachttisch (Wo blieben hier die Proteste der "Elektrosmogianer"?). Die jetzigen Sanus-Noiser lassen sich im leisen Bereich feiner einstellen als meine vorherigen Geräte (und brauchen weniger Batterien). Ersteres ist deshalb wichtig, da das Rauschen ja etwas leiser sein soll als der bei mir in der Lautstärke sehr stark schwankende Tinni. Tragezeit 4 - 8 h, mittlerweile vergesse ich schon, sie aus dem Ohr zu nehmen, so habe ich mich daran gewöhnt, allerdings daher auch schon mal verloren :-(. Da der Gehörgang, abgesehen von dem kleinen Schlauch, frei bleibt, ist die Verständigung mit den Mitmenschen gut. Auch setze ich sie in belastenden Zeiten eben öfter und länger ein und empfinde das wesentlich angenehmer, wenn mein Hochtonpfeifen nun mit einem sanftem Rauschen umspült wird. Noch eine Anmerkung für Schwerhörige: Es gibt heute durchaus Hörgeräte (Siemens u. a.) mit eingebauten Rauscher. Also ein Kombigerät.
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| Low-Level-Laser-Therapie:
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Seitenanfang Das zugrunde liegende physikalische(!) Konzept (siehe die gut gemachte Webseite) ist verblüffend einleuchtend und die Therapie wurde von Dr. Wilden in Bad Füssing auf eine intensivere Bestrahlung umgestellt. Hierzu und zu einer Auswertung von ausgesuchten Patientenbögen wurde hier (im DTL-Forum) berichtet. Allerdings gibt es meines Wissens keine neutrale, wissenschaftliche Untersuchung z. B. an einer dt. Uni, die überhaupt eine Wirksamkeit seines Verfahrens belegt. Die Kosten sind recht beachtlich, das Verfahren muss evtl. öfters wiederholt werden. Einige Profs in D. haben sich mit niederschmetternden Urteilen zur Wirksamkeit geäußert und die Kassen sowie die Beihilfe erstatten absolut nichts. Die Zitate von der vergleichsweisen Wirksamkeit einer Ferkellampe sind hier wohl hinlänglich bekannt. Prof. Michel bezweifelt, dass das Laserlicht überhaupt durch Trommelfell und diverse Häute bzw. Knochen überhaupt an die richtige Stelle im Innenohr kommt. Ich meine als Halb-Physiker, dass die Theorie etwas humpelt, wenn die genau berechnete Frequenz des roten Laserlichtes beim Durchgang durch gewisse Körperteile überhaupt noch die exakte Frequenz haben kann. So erhält man mit eine Weißlichtlampe kein weißes Licht, wenn es erst durch einen grünen Lampenschirm dringen muss. Dagegen hilft auch m. E. nicht eine stärkere (Laser-)Lampe. Dr. Wilden bemüht sich mit Schreiben an seine Patienten (Bitte um Appell an die Krankenkassen, seine revidierte Therapie anzuerkennen) um eine Änderung der Erstattungsregelung der Kassen. Das einfachste wäre es, wenn er sich um eine kontrollierte, anerkannte Untersuchung nicht ausgesuchter Patienten bemühen würde.
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| Sauerstoffmehrschritttherapie
von Prof. Ardenne
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Sauerstoff ist in jedem Fall gut für das Allgemeinempfinden, egal ob man ihn im Wald beim Joggen einatmet, beim Bronchialarzt evtl. noch mit Salz angereichert inhaliert oder bei HBO oder SMT erhält. Das an sich hervorragende Institut von Dr. Ardenne hat mit unkonventionellen und fast genialen technischen Forschungen und auch Therapien in den letzten Jahrzehnten auf sich aufmerksam gemacht. Zu DDR-Zeiten war Prof. Ardenne ein geschätzter Devisenbringer mit "gehobenem Lebensstil" und vielen Freiheiten. Mich hat vor allem seine Anti-Krebs-Methode mit der kontrollierten Langzeit-Überhitzung des ganzen Körpers fasziniert, bei der Krebszellen vermehrt absterben. Im Bereich Tinnitus hat sich keine Wirksamkeit seiner SMT gezeigt, die über die das Allgemeinbefinden steigernde Wirkung des Sauerstoffs hinausgehen. Lt. Prof. Michel wird diese Methode kaum noch oder gar nicht mehr angewandt. Wenn man schon mit Sauerstoff (Durchblutungstheorie) etwas im Sinn hat, wäre die Methode mit dem HBO-Verfahren besser geeignet, da sich nur hier deutlich mehr Sauerstoffgas im Blut löst. Wir kennen das Prinzip von der Sprudelflasche. Unter Druck enthält sie viel CO2, öffnet man sie, entweicht (ohne Druck) das Gas zischend. Allerdings: Man kann nur hoffen, dass der Sauerstoff bei HBO dann auch wirklich durch die Kapillaren und Zellwände an die richtige Stelle des nur Kaffeebohnengroßen Innenohrs gelangt. Hier spielen die evtl. vorhandene Dickflüssigkeit des Blutes (rote Blutkörperchen!) und erhöhte Blutfettwerte eine negative Rolle, sodass der im Blut physikalisch gebundene Sauerstoff evtl. gar nicht durch die Kapillargefäße um das Innenohr gelangt, und erst recht nicht durch die Zellwände dorthin diffundiert, wo er wirken soll. S. o. Bei verstopften Kapillaren (sind vereinfacht so etwas wie sehr enge Sackgassen) um das Innenohr herum pendelt das Blut recht wirkungslos nur in den Kapillaren hin und her. Zusätzlich zur Druckkammerbehandlung
bekommt mancher daher durchblutungsfördernde / blutverdünnende Mittel
(Trental, HEAS, Aequamen...) Ich hoffe, mit meinen Informationen
nicht wieder eine Menge Tinnitianer deprimiert zu haben... Schöne Grüße Friedemann |
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