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Ich hatte Tinnitus.
Im Dezember 1999 hatte ich einen Unfall, bei
dem mein linker Hals eingeklemmt wurde. Außer Schmerzen hatte ich aber keine
Beschwerden. 10 Tage später, am ersten Weihnachtstag, bemerkte ich, dass ich im
linken Ohr Ohrgeräusche hatte.
Vielleicht hatte ich sie schon länger, aber
durch den vielen Stress, hätte ich sie vorher vielleicht gar nicht bemerkt?
Anfang Januar 2000 bin ich zum HNO-Arzt gegangen,
der einige Messungen durchgeführt hatte, die aber alle in Ordnung waren.
"Damit müssen Sie leben, da kann man nichts machen". Er
schickte mich zum Orthopäden, um evtl. Schäden an der Halswirbelsäule
feststellen zu können. Hier war nichts festzustellen.
Nun stand ich allein da. Im Internet habe ich
mir ein paar Seiten angeschaut und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich zu viel
um die Ohren habe und dieses erst einmal ändern müsste, damit der Tinnitus als
Warnsignal überflüssig wird.
Erst als mir im Oktober 2000 bei einem
Selbsterfahrungsseminar erklärt wurde, warum ich diesen Stress brauchte und mir
ganze Kronleuchter aufgegangen sind, konnte ich mein Leben umstellen.
Als erstes habe ich versucht, wirklich nur eine
Sache auf einmal zu machen. Wirklich: Dadurch kann Kartoffel schälen zur
Meditiation werden.
Bewusster zu leben bedeutet
auch: im Hier
und Jetzt leben.
Die Vergangenheit ist vergangen. Ich kann daran
nichts mehr ändern. Warum soll ich mich über Vergangenes ärgern? Das bringt
doch nur nachteilige Folgen. Sinn hat doch nur, aus den Fehlern zu lernen. Aber
bitte nicht darüber ärgern!
Sich um die Zukunft sorgen, die vielleicht ganz
anders eintritt, als man sich das ausmalt? Nein, danke. Sorgen können nichts an
der Zukunft ändern, wirken sich aber negativ auf den Körper aus.
Vorsorge ja, Sorgen nein!!!
Die kommen natürlich noch schneller, wenn man
im Hier und Jetzt zu leben versucht. Man wird nämlich innerlich immer ruhiger
und gelassener. Ablenken durch Stress ist ja nicht mehr.
Da gibt es einige Tricks:
Eine Sorgen-Sprechstunde einrichten. In
dieser Sprechstunde dürfen Sorgen sein. Sie können aufgeschrieben werden.
Man kann darüber diskutieren usw.
Außerhalb dieser Sorgen-Sprechstunde
aufkommende Sorgen werden auf die Sprechstunde vertröstet. Wenn sie weiterhin
aufdringlich bleiben, kann man sie durch in-die-Hände-klatschen verscheuchen.
Die Sorgen sind bisher immer gekommen, warum
sollten sie auf einmal wegbleiben. Darum könnte man mit ihnen sprechen: Ich weiß, dass
ihr euch melden müsst, ihr Sorgen. Ihr werdet mich nicht erschüttern. Ich kann es ertragen, wenn mein Körper reagiert.
Ich konzentriere mich auf meinen Atem und dann wird mein Körper wieder ruhiger.
Ganz wichtig:
Entspannungstechniken erlernen.
Sorgen oder Ängste können bei Entspannung nicht kommen. Stress kann durch
Entspannung und / oder Sport abgebaut werden.
Beim autogenen Training reichen meist schon
die Formeln: Ruhe - Schwere - Wärme - Atem ruhig und gleichmäßig aus. Kurse
werden u. a. auch in Volkshochschulen gegeben. Wenn man das Autogene Training
"beherrscht" kann man sehr schnell auf Ruhe umschalten. Wer Fragen dazu hat (bin
seit kurzem Seminarleiterin für Autogenes Training) maile mich bitte an: nospam_2007@Harz-Forum.de.
Progressive Muskelentspannung ist sehr
schnell und einfach zu erlernen. Einige Krankenkassen stellen Mitgliedern CD's
kostenlos zur Verfügung. Kurse
werden u. a. auch in Volkshochschulen gegeben. Es in der Gruppe zu erlernen
ist günstig, weil man dort Hilfestellung und Antworten auf evtl. auftretende
Fragen sofort beantwortet bekommt.
Als Ergänzung oder auch allein: Die CD's von
Arnd Stein. Besonders für Tinnitus-Betroffene "Regulationstraining für
Tinnitus" von Dr. Tomas Svoboda und Arnd Stein.
Die CD von Dr. Svoboda habe ich in der
schlimmen Phase immer zum Einschlafen genommen und konnte damit nach kurzer
Zeit nicht nur schnell einschlafen, sondern auch durchschlafen, was beides
früher eine Seltenheit war.
Gesündere Ernährung wäre auch nicht
schlecht. Wenn man mal ganz bewusst und langsam isst und trinkt, merkt man
besser, welche Sachen einem gar nicht bekommen. Nebeneffekt: Man wird mit
weniger Essen satt.
Nicht nur gut für den Stoffwechsel: 1 EL
Apfelessig (naturtrüb), 1-2 TL Honig und mit Wasser auffüllen (ca. 0,2 ml).
Oder 1 EL Apfelessig (naturtrüb) mit 1 Glas Apfel- oder Orangensaft. (Man kann
sich an den Geschmack gewöhnen, nach ein paar Tagen schmeckt es wirklich gut.)
Viel
trinken:
Außerdem täglich sehr viel trinken (Kaffee und Limo zählen
dabei
aber nicht, Wasser ohne Kohlensäure ist gut). Seitdem ich mehr
trinke habe ich nur noch selten Kopfschmerzen oder Unwohlsein,
nämlich immer nur dann, wenn ich zu wenig getrunken habe. Dann
trinke ich sofort 0,5 l Wasser und es bessert sich schnell.*
Woran merkt man, dass man zu wenig trinkt?
- Wenn man nur selten auf Toilette muss.
- Wenn der Urin gelb(lich) statt klar ist.
Man sollte nicht erst trinken, wenn man Durst hat, dann
ist es schon zu spät.
Oft ist ein Hungergefühl eigentlich Durst, und wenn man
dann trinkt, lässt das Hungergefühl von selbst nach.
Mein Tipp: Ich stelle mir ein 0,5 l Glas mit Leitungswasser (unser Leitungswasser ist als gut getestet) an
meine Arbeitsstelle und fülle mir 2 x voll nach. So habe
ich eine bessere Kontrolle.
Ich beginne morgens mit einem Glas Wasser (möglichst zimmerwarm) auf nüchternem Magen. Früher unvorstellbar, heute gerne getrunken.
Zum Frühstück und nachmittags trinke ich Caro-Kaffee (die
ersten Tage vermisst man noch den Bohnen-Kaffee, aber
dann schmeckt der Caro-Kaffee fast besser ;-)). (1 TL Caro
pro Tasse mit heißem Wasser aufgießen und einen Schuss Vollmilch dazu.)
Zum Abend trinke ich dann weniger. Zum Abendbrot
ein Glas Apfelsaft mit 1 TL (o. EL) naturtrübem Apfelessig
(zur Leber-, Nieren- und Darmreinigung). In Wasser mag
ich den Apfelessig nicht, ist aber bei Hitze sehr erfrischend (mit 1 EL Honig).

Ingwer-Wasser:
Ich mache mir fast täglich Ayurveda-Wasser mit Ingwer,
das entgiftet und schmeckt gut:
Wasser 10 - 15 Minuten köcheln lassen. Die letzten
3 - 4 Minuten ein kleines Stück einer Ingwer-Wurzel (Schale dünn abschälen) mitkochen.
Das Wasser möglichst heiß über den ganzen Tag verteilt trinken (ich habe
eine Thermosflasche, die sehr gut heiß hält).
Link-Tipps zu Ingwer:
http://www.br-online.de/.../sprech...
http://www.wdr.de/tv/service/.../b_2.phtml
http://www.m-ww.de/pharmakologie/...ingwer.html
http://www.hobbythek.de/archiv/307/#05
http://www.tee.org/BHSD/ingwer.html
http://www.planten.de/.../ingwer-schlummertrunk/
http://www.swr.de/.../2004/03/11/
Leitungswasser lasse ich kurz ablaufen, damit evtl.
Rückstände aus der Armatur oder der Zuleitung in den
Ausguss geleitet werden (gem. Stiftung Warentest - danke Friedemann).
Dieses viele Trinken ist wirklich superwichtig zur
Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen!!!
Siehe auch: Ganz wichtig- Mehr trinken!
Wie wäre es denn erst mal damit, die
Genussgifte wegzulassen (als kleiner Anfang ;-))?
Bewegung und Sport
in richtigem Maß! Nicht zu
wenig, aber auch nicht zu viel. Bewegung an der frischen Luft ist Sport in
geschlossenen Räumen vorzuziehen. (Mal ganz ehrlich: Ich bin ein
Bewegungsmuffel und meine Bewegung geht über Haus- oder Gartenarbeit meistens
nicht drüber hinaus. Da muss mich mein Mann ganz schön scheuchen, bis ich mich
aufraffe. Mein Favorit ist das Trampolin,
das macht mir sogar Spaß und ich raffe mich von alleine auf ;-))
Einmal die
Woche bin ich im Frühjahr zusätzlich zur Rückenschule mit Gymnastik gehen. Kann
auch für die HWS nur gut sein. ;-) Leider waren die Termine für den
nächsten Kurs der VHS schon für meine Ausbildung belegt, aber ich
werde sicherlich wieder die Rückenschule mitmachen. Zusätzlich
hatte ich noch Krankengymnastik und mache (leider nicht mehr täglich) meine Halsübungen, die mir sehr gut tun.
Wirklich
geholfen hat mir die Psychokinesiologie.
Mein Heilpraktiker hat mich damit mehrmals behandelt in Verbindung mit
Akupunktur und Schüssler-Salzen. Er hat sofort auf Schwermetalle
getestet und mir empfohlen, eine Amalgam-Zahnsanierung mit
anschließender Schwermetallentgiftung durchzuführen. Durch
die Schwermetallentgiftung war meine Nierenfunktion geschwächt. (Die
Niere liefert gemäß der Traditionellen Chinesischen Medizin der
Ohren Energie zu. Ist sie geschwächt,
kann sie auch den Ohren nicht mehr ausreichend Energie zuliefern.) Da
ich damals noch zu wenig getrunken habe, musste sie wahre
Schwerstarbeit leisten. Zwei
Monate nach der Erstbehandlung = einen Monat nach Beginn der
Zahnsanierung wurde der Tinnitus sehr erträglich. Ich konnte wieder
ohne Musik einschlafen. Nach der Schwermetallentgiftung merke ich den
Tinnitus nur noch ganz selten. Ich denke, er ist ein Warnsignal, und
schalte auch wirklich 2 Gänge runter, wenn er sich bemerkbar macht
(nicht immer, aber immer öfter ;-)). Wahrscheinlich
hätte er sich schon ganz verabschiedet, wenn ich noch weniger um die
Ohren hätte. Daran arbeite ich noch. ;-) Mit
Psychokinesiologie bin ich auch einige schulmedizinisch austherapierte
Krankheiten losgeworden. Es geht mir heute besser denn je.
Außerdem
hat mich eine Familienaufstellung
nach Hellinger sehr viel weiter gebracht. Ich werde auf jeden Fall bald
wieder eine Aufstellung bei einer guten Therapeutin machen. Und
immer wieder Entspannung, Entspannung, Entspannung ... Und
schauen, was in meinem Leben bekommt mir nicht? Versuchen, das zu
ändern. Und wenn man erst einmal mit der Einstellung dazu beginnt... Das,
was mir gut tut (wirklich gut tut), das fördert meine Gesamtgesundheit! |