Maria hat eine tolle Antwort gegeben, die ich hier veröffentlichen darf. (Danke :-)):

Jemand schrieb, dass sein erträglicher Tinnitus plötzlich für ein paar Minuten lauter geworden ist und danach lauter geblieben ist als vorher. 

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Hier die Antwort von Maria:

Ich kann Dir das nur so erklären, dass der Tinni von Dir jetzt ängstlich beobachtet wird, somit kann das Hirn gar nicht anders, als dieses Geräusch, was Du mit Angst besetzt, hervorzuheben. 

Ich hatte in einem Tinnitusbuch ein tolles Beispiel gelesen. Es hängt von dem Etikett ab, das wir dem Tinni geben. Wenn wir es mit negativen Gefühlen besetzen oder uns darüber quälen, so wird es selbst bei starken Außenlärm unserer bewussten Wahrnehmung zugeleitet. Er wird dann gewissermaßen dem Chef selbst im Lärm zur Beurteilung vorgelegt. Mir leuchtet dieses Beispiel unheimlich ein.

Oder vielleicht hattest Du etwas Stress, allerdings habe ich manchmal was dagegen, alles auf den Stress zu schieben. Was ist Stress, jeder definiert ihn anders und ich für meinen Teil bin dadurch schon so in eine Schonhaltung gegangen. Stress ist einfach zu pauschal gesagt, man fängt sich an zu schonen und denkt, jetzt müsste es aber leiser werden und schont sich noch mehr, wenn es dann nicht klappt. Zum Schluss fühlt man sich richtig krank.

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Hier die Antwort von mir:

Tipp: Ruhiger werden und sich nicht gleich verrückt machen lassen.

Dieses plötzliche laute Piepsen haben auch Tinnitus-Nichtbetroffene. Mein HNO hat es mir so erklärt, dass diese lauten Geräusche entstehen, wenn Haarzellen absterben, davon haben wir ca. 300 - 400.000. Oft hört man dann auch kurz schlechter. Wobei sich das über Sekunden bis Stunden hinziehen kann. (Wenn es länger dauert, würde ich vorsichtshalber den HNO aufsuchen.)

Du hast in diesem Moment Panik bekommen, dadurch ist der Tinnitus sehr laut geworden. Wärst Du ruhig geblieben, wäre Dein Tinnitus nach dem "Mini-Hörsturz" wahrscheinlich auf gleichem Niveau geblieben. Deshalb mein Rat, gelassener zu bleiben.

Stopp! Mini-Hörsturz ist nicht gleich Hörsturz. (Bitte nicht wieder die Sorgen-Maschinerie anwerfen.) So etwas kommt auch oft bei "normalen" Leuten vor und meine Mutter sagte immer, dann denkt jemand an dich.

Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern unsere Einstellungen dazu.

Ich höre meinen Tinnitus nur noch selten. Nach einer Ballnacht, bei einer Erkältung, bei Übermüdung ist er sehr laut. Er pendelt sich immer wieder auf das alte Niveau ein, mal früher, mal später. Da ich immer ruhig bleibe dabei, helfe ich nicht mit, den Tinnitus weiter anzuheizen.

Diese innere Ruhe und heitere Gelassenheit findet man wohl eher im Alter als in der Jugend. Mir hat dabei sehr die psychologische / psychotherapeutische Begleitung in den letzten Monaten sehr geholfen. Sie hilft, sich selbst (den Mustern usw.) auf die Spur zu kommen und dann besser mit dem Leben (und damit auch dem Tinnitus) klarzukommen.

In Deinem Fall (übereilt Sorgen machen?) wäre wohl eine Verhaltenstherapie angebracht, in der man lernt, angemessener zu reagieren. Das kann Dir dann in allen Lebenslagen helfen. Nimm doch einfach mal ein paar Sitzungen. 5 gehen auf Krankenkarte. Dann muss der Psychologe / Arzt weitere beantragen, die in der Regel genehmigt werden. Wenn Du in den ersten Sitzungen merkst, dass die Chemie zwischen Dir und dem Therapeuten nicht stimmt, solltest Du Dir einen neuen suchen. Wieder sind 5 Sitzungen auf Krankenkarte möglich.

Erkundige Dich doch mal in der SHG in Deiner Nähe, ob es welche gibt, die sich auch mit Tinnitus auskennen.

 

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