| Man unterscheidet die exogene, die endogene und die psychogene Depression.
Die exogene Depression
- hat organische Ursachen. Z. B. könnte der Grund eine Schilddrüsenfehlfunktion sein. Mit Behandlung der Schilddrüse ist dann auch die
Depression geheilt.
- ist symptomatisch. D. h. eine Krankheit bewirkt das Symptom Depression.
Die endogene Depression hat Ursachen, die von innen herauskommen, oder besser: Es gibt mehrere Ursachen,
die dann eine innere Bereitschaft schaffen, eine Depression zu bekommen.
Eine endogene Depression kann sich in folgenden Formen zeigen:
- gehemmt (hier liegt eine Antriebshemmung vor)
- agitiert (die Betroffenen sind innerlich unruhig)
- larviert (die Betroffenen leider unter körperlichen Beschwerden. Der Körper wird zum Ausdruck der Depression. Die Depression selbst aber oft leider gar nicht erkannt.)
- saisonal
(tritt im Herbst und Winter auf, erhöhtes Schlaf-
und Essensbedürfnis)
Als dritte Hauptform gibt es die psychogene Depression,
die sich unterteilt in
Depression.
Als Unterform gibt es hier noch die depressive Persönlichkeit.
Bei der endogenen Depression gibt es folgende Merkmale:
- sozialer Rückzug / verminderter Antrieb
"Morgentief"
- das Denken ist verlangsamt, gehemmt oder eingeengt (Denken kreist
nur um wenige Themen), Grübeln
- Verarmungs-, Krankheits-, Schuld- oder Nihilismuswahn oder -ideen
- Depressivität
Hoffnungslosigkeit
"Gefühl der Gefühlslosigkeit"
Affektarmut -> Apathie
(auch durch die Umwelt nicht abzulenken)
- Durchschlafstörungen ("Früherwachen")
Ursachen (Vulnerabilität):
- Vererbung
- Transmitter: (Noradrenalinmangel, Serotoninmangel)
- Chronobiologie
- Psychologie
Auftreten = phasenhafter Verlauf
- monophasisch (nur eine Phase)
- nur Depression (unipolar)
- Depression und vor- oder danach eine Manie (bipolar)
- polyphasisch (mehrere Phasen)
- mehrere Depressionphasen, dazwischen ohne Depression
- mehrere Depressionsphasen begleitet von Manie
Bei der psychogenen Depression gibt es folgende Merkmale:
- der Antrieb kann vermindert sein
"Abendtief"
- evtl. Grübeln
- Minderwertigkeitsgefühl
- Depressivität
(aber durch Umwelt ablenkbar)
Lebensängste
- Einschlafstörungen
(erhöhtes Schwitzen, Rückenschmerzen)
Ursachen:
Entweder reaktiv oder neurotisch.
Reaktiv: Als Reaktion auf z. B. einen Trauerfall.
Neurotisch:
Die Verhaltenstherapie geht von einem erlernten Fehlverhalten aus.
Die Psychoanalyse von der suboptimalen Lösung eines frühkindlichen
Konfliktes. Hier ist also die Biographie entscheidend.
Auftreten:
Der Beginn ist früh. Es handelt sich um einen langjährigen,
chronischen Verlauf. Zwischendurch kann es Phasen geben, wo die Depression
zurücktritt.
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