Text von Frau Dr. Susanne Holst in der "PRISMA"
49/2001
und m. E. nicht nur zu Weihnachten aktuell:
| Weihnachten steht vor der - für viele Menschen zugleich das Fest
ungezügelten Konsums. In welchem Überfluss wir leben, spiegeln all
jene Dinge wieder, die in unseren Kellern und Wohnungen lagern. Vieles
landet dort auf Nimmerwiedersehen. Etwa 10000 Gegenstände befinden sich
im Schnitt in jedem Haushalt, und nur einen Bruchteil davon brauchen wir
tatsächlich. Äußerer Ballast, der belasten kann: Unordnung und Unübersichtlichkeit gehen auf die Nerven. Lagern, sauber halten und reparieren der Dinge kosten wertvolle Zeit und Energie. Kram und Gerümpel sind eine Stressquelle, die sich ausschalten lässt. Ein schöner Vorsatz für das neue Jahr. Finden Sie heraus, was Sie wirklich brauchen, auf welchen Luxus Sie auf keinen Fall verzichten wollen - misten Sie einmal im Jahr richtig aus. Mit System: Kleine Bereiche vornehmen, wie einzelne Regale und Schubladen, sich dabei nicht ablenken lassen. Und im Kleiderschrank: Nehmen Sie Abschied von Fehlgriffen, Sachen, die nicht mehr passen oder nicht mehr dem Stil entsprechen. Kontrollieren Sie auch Ihre Abonnements. Ungelesene Zeitungen braucht man genauso wenig wie alte Kalender. Bleibt auch ohne äußeren Ballast eine innere Schwere, können aufgeschobene berufliche oder private Probleme dahinter stecken. Machen Sie auch hier Inventur. Nehmen Sie sich Zeit zum Nachdenken. Zu hohe Ansprüche'? Kümmern Sie sich zu viel um andere und zu wenig um sich selbst? Gehen Sie liebevoll mit sich und Ihren Fehlern um, und versuchen Sie das, was Sie stört, allmählich zu ändern. Belasten Sie sich nicht mit Freundschaften, die keine sind. Kontrollieren Sie Ihren Kalender auf solche Termine hin und streichen Sie diese. Wer mit Gefühlen und Gedanken aufsteigen will, sollte äußeren und inneren Ballast abwerfen. Man fühlt sich leichter und unbeschwerter, empfindet mehr Zeit zum Leben, Genuss und Freude. Unterstützung gibt Hildegard Ressel: "Was ich wirklich brauche" |
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